PRO BAHN

Ihr Fahrgastverband

Regionalverband Ems-Jade e.V.

   
Startseite  Aktuell  Archiv  Termine  Über uns  Ems-Jade-Bahn  Links  Mitgliedschaft  Kontakt  Medienkontakt  Impressum
 
Archiv - Meldungen

 

 

 

Bauarbeiten zur Modernisierung des Bahnhofs Norden haben begonnen 
Heute haben die Bauarbeiten zur Erneuerung des Bahnhofs Norden an der Strecke Münster/Bremen - Emden - Norddeich Mole begonnen. Einzelheiten hierzu siehe in einer gemeinsamen Pressemitteilung von DB und Landesnahverkehrsgesellschaft Niedersachsen
 

PRO BAHN: Mehr Haltepunkte zwischen Esens und Wilhelmshaven und Erweiterung des Verkehrsverbundes um den Bahnverkehr nötig

Für eine recht baldige Erweiterung des am 1. Januar 2006 gestarteten Verkehrsverbundes Ems-Jade um den Bahnverkehr hat sich der Fahrgastverband PRO BAHN Regionalverband Ems-Jade e.V. auf seiner jüngsten Jahreshauptversammlung in Wilhelmshaven ausgesprochen. Er empfiehlt darüber hinaus unbedingt eine Kooperation mit dem Verkehrsverbund Bremen/Niedersachsen (VBN) zu suchen, damit die so genannte Verbundgrenze zwischen Varel und Rastede nicht zu einem Tarif-Hindernis für die Fahrgäste wird. Außerdem erwarten die Fahrgastvertreter, dass mittelfristig auch die Inselverkehre in den Verkehrsverbund Ems-Jade integriert werden. Die Gründung des Verkehrsverbundes für gesamte ostfriesische Halbinsel lediglich für den Busverkehr habe für Fahrgäste nur einen eingeschränkten Nutzen, wenn nicht zumindest der Schienenverkehr integriert wird, meint der Fahrgastverband. Darüber hinaus erwarten die Fahrgastvertreter, dass mittelfristig auch die Inselverkehre in den Verkehrsverbund integriert werden.

Er hat sich auf der Versammlung außerdem für weitere Bahnhaltepunkte zwischen Esens und Wilhelmshaven ausgesprochen. Die im Dezember letzten Jahres (wieder-) eröffnete Bahnstation Burhafe reiche nicht aus, um weiteren Bevölkerungsgruppen den Zugang zur Eisenbahn zu ermöglichen bzw. zu erleichtern. Stedesdorf, Blersum, Moorwarfen, Ostiem und Mariensiel seien weitere Station, die mittelfristig wieder in Betrieb gehen müssten. Die Realisierung weiterer Haltepunkte sei unter den gegenwärtigen Bedingungen zugegebener Maßen schwierig, wenn nicht unmöglich. Jetzt räche sich, dass bei der Modernisierung der Strecke entgegen den Forderungen von PRO BAHN alle Kreuzungsmöglichkeiten bis auf Heidmühle abgebaut wurden. Auf dem Teilabschnitt Heidmühle – Esens ist keine Zeitreserve mehr vorhanden, wogegen zwischen Heidmühle und Sande noch Zeit für zusätzliche Halte vorhanden wäre. Eine Reaktivierung der zweiten Gleise in Jever und/oder Wittmund würde den Weg für weitere Haltepunkte frei machen.

Auch für eine deutliche Verbesserung der Bahnanbindung Wilhelmshavens hat sich der Verband ausgesprochen. Dies könnte insbesondere durch zeitliche Optimierung der durchgehenden Bahnlinie Wilhelmshaven - Bremen sowie durch eine Ausweitung des Angebots erfolgen. Mit Sorge beobachtet der Verband an manchen Tagen und zu bestimmten Zeiten, dass die Züge der Nordwestbahn in Richtung Osnabrück auch bei dreiteiligen Triebzügen bereits an ihre Kapazitätsgrenze gelangen. Zusätzliche Züge zwischen Wilhelmshaven und Bremen könnten hier Entspannung schaffen. Die für das Bahnangebot zuständige Landesnahverkehrsgesellschaft soll in Kürze dazu vom Fahrgastverband konkrete Vorschläge bekommen.

Auf der Jahreshauptversammlung wurde bisherige Vorsitzende Manfred Terhardt (Jever) in seinem Amt bestätigt. Wiedergewählt wurden auch seine Stellvertreter Dr. Joachim Krug (Wilhelmshaven) und Hans-Joachim Zschiesche (Wilhelmshaven) sowie der Schatzmeister Manfred Folkers (Wangerland).
 

PRO BAHN begrüßt Start des Verkehrsverbundes
Der Regionalverband Ems-Jade des Fahrgastverbandes PRO BAHN hat den Start des Verkehrsverbundes Ems-Jade begrüßt. Er verspricht sich davon Vorteile für die Fahrgäste.

Nach seiner Auffassung kommen die Vorteile für die Fahrgäste aber erst ganz zum Tragen, wenn auch der Nahverkehr von Nordwestbahn und DB-Regio voll in den Verbund integriert ist. Er erhofft sich weiterhin, dass es eine Kooperation mit dem Verkehrsverbund Bremen/Niedersachsen geben wird, damit die Grenze zwischen den Verbünden z. B. zwischen Varel und Rastede für die Fahrgäste nicht zum (Tarif-)Hindernis wird.

Als I-Tüpfelchen wünscht er sich noch die Einbindung der Fährverkehre zu den ostfriesischen Insel. 

 

Noch ein Jahr umsteigen

Noch gut ein Jahr müssen Bahnfahrgäste zwischen Leer und Groningen an der deutsch-niederländischen Grenze in Nieuweschans umsteigen, dann wird es bequemere, umsteigefreie Verbindungen zwischen den beiden Städten geben. Dieses Gesprächsergebnis nahm der Fahrgastverband PRO BAHN aus Hannover von der Landesnahverkehrsgesellschaft (LNVG) mit.

Der Geschäftsführer der LNVG, Dr. Wolf Gorka, teilte in dem Gespräch mit, dass die LNVG mit der niederländischen Provinz Groningen eine Rahmenvereinbarung abgeschlossen habe. Danach beteiligt sich die LNVG mit dem deutschen Streckenabschnitt Nieuweschans - Leer an die in der Provinz Groningen erforderliche Ausschreibung des Schienenpersonennahverkehrs zum Fahrplanwechsel im Dezember 2005. Das Ausschreibungsverfahren ist dort bereits im Gange. Wann die Vergabe erfolgt, ist noch offen.

"Die Situation für Fahrgäste an der Grenze wird für über ein Jahr immer noch unbefriedigend sein, aber nunmehr gibt es zumindest eine positive Aussicht, dass die Bahnverbindung attraktiver wird“, so der Regionalvorsitzende von PRO BAHN, Manfred Terhardt (Jever). Der Verband bemüht sich seit langem darum, dass der nach seiner Ansicht unhaltbare und für Fahrgäste abschreckende Zustand an der deutsch-niederländischen Grenze beseitigt wird. Er hat gegenüber der LNVG darüber hinaus dafür plädiert, die Verbindung von Leer aus bis Oldenburg zu verlängern. Wegen der jetzt schon engen Beziehungen zwischen Oldenburg und Groningen sei dies sinnvoll. Dr. Gorka schloss nicht aus, dass dies irgendwann geschehen könne; zunächst müsse jedoch die Entwicklung abgewartet werden. Es sei noch nicht klar, ob die niederländischen Züge in Leer in den dortigen Taktknoten passen.

 

 PRO BAHN fordert Rücknahme der Mittelkürzungen für den ÖPNV

Der Fahrgastverband PRO BAHN kritisiert ganz energisch die bereits beschlossenen Mittelkürzungen für den Öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV). Das wurde am vergangenen Sonnabend im Verlauf der Jahreshauptversammlung des Regionalverbandes Ems-Jade in Schortens deutlich. Regional- und gleichzeitig niedersächsischer Landesvorsitzender Manfred Terhardt aus Jever machte den Mitgliedern zunächst bewusst, dass man mit dem im Schienenverkehr für die Region Ems-Jade Erreichten durchaus zufrieden sein kann. Absolut nicht einverstanden sei man jedoch mit der Entwicklung im Busverkehr. 

Der Busverkehr ist in ländlichen Räumen wie der Ems-Jade-Region der ÖPNV schlechthin. Das er jedoch ab sofort finanziell noch schlechter gestellt wird als bisher, kann der Fahrgastverband PRO BAHN nicht unwidersprochen hinnehmen. Nach einer Information des Gesamtverbandes Verkehrsgewerbe Niedersachsens (GVN), gibt das Land Niedersachsen jährlich eine Summe von mehr als 0,561 Mrd. Euro für den ÖPNV aus. Davon bekommt die Bahn mehr als 0,4 Mrd. Euro und der Bus 0,16 Mrd. Der Vergleich der Fahrgastzahlen spricht jedoch deutliche Worte für den Bus. Mit diesem werden in Niedersachsen ca. 80% der Nahverkehrsfahrgäste befördert. Mit der Bahn fahren dagegen nur 20%.

Diese Zahlen werden noch negativer geprägt durch die weiteren Kürzungen dieser schon ungleich verteilten Mittel. Das Land hat sämtliche Zuschüsse für die Neubeschaffung von Bussen nach dem Gemeindeverkehrsfinanzierungsgesetz (GVFG) gestrichen. Das bedeutet, dass in wenigen Jahren eine alte und unattraktive Busflotte durch das Land fährt, so die Befürchtung des Fahrgastverbandes.

Noch schlimmer für die Busverkehrsunternehmen ist jedoch die pauschale Kürzung der Ausgleichszahlungen für den Ausbildungstarif. Nach den Vorschlägen der Ministerpräsidenten von Hessen und Nordrhein-Westfalen, Koch und Steinbrück, sehen diese für das laufende Jahr eine Kürzung um 4%, für 2005 um 8% und für 2006 sogar um 12% vor. Zum Verständnis: Die Verkehrsunternehmen erhalten für einen nicht kostendeckenden Ausbildungstarif Ausgleichszahlungen des Landes. In ländlichen Räumen ist der Schülerverkehr das Rückgrad für die Finanzierung des Linienverkehrsangebotes der Linienbusverkehrsunternehmen.

PRO BAHN fordert das Land auf, die Ungleichbehandlung der Verkehrsunternehmen sowie die Mittelkürzungen schnellstens wieder rückgängig zu machen. Ansonsten drohe den ländlichen Regionen für die nächste Fahrplanperiode ab August d. J. eine Angebotskürzung größeren Umfangs.

 

PRO BAHN-Regionalverband besuchte HVV

Auf große Nachfrage stieß der PRO BAHN-Regionalverband Ems-Jade mit seinem Angebot zu einer Fahrt zum Hamburger Verkehrsverbund (HVV). Aus Anlass der Gründung des Verkehrsverbundes Ems-Jade zum 1. Januar 2004 wollte der Fahrgastverband Interessierten am 15. November zeigen, wie der älteste Verkehrsverbund Deutschlands funktioniert.

50 Bürger aus der Region machten von dem Angebot Gebrauch und ließen sich unter sachkundiger Führung des stellvertretenden PRO BAHN-Regionalvorsitzenden Dr. Joachim Krug mit einer „Stadtrundfahrt“ mit öffentlichen Verkehrsmitteln durch Hamburg führen. Dabei wurde alle im HHV anzutreffenden Verkehrsmittel, wie S-Bahn, U-Bahn, Linienbus und Hafenfähren benutzt.

Der Fahrgastverband PRO BAHN wird wegen der großen Nachfrage im Frühjahr nächsten Jahres, am 13. März 2004, eine gleiche Fahrt wiederhohlen. Geplant sind in 2004 außerdem weitere Fahrten, die das Angebot öffentlicher Verkehrsmittel zum Thema haben. Diese sollen am 26. Juni nach Wuppertal, am 18. September nach Kassel (mit ICE) und am 4. Dezember nach Hameln führen.

 

Vor 10 Jahren: PRO BAHN legt Konzept für Schienenverkehr im Nordwesten vor

1993 hatte der Regionalverband Ems-Jade des Fahrgastverbandes PRO BAHN ein Konzept veröffentlicht, dass aufzeigen sollte, wie attraktiv Schienenpersonenverkehr zwischen Oldenburg und Wilhelmshaven sowie zwischen Wilhelmshaven und Esens sein kann. Nun, nach mehr als zehn Jahren hat der Fahrgastverband Bilanz gezogen.

Vieles sei verwirklicht, manches ist nicht so ausgefallen, wie erhofft und einiges lässt noch auf sich warten. “Insgesamt gesehen sind wir sehr zufrieden, mit dem was sich in den letzten zehn Jahren getan hat“, so der PRO BAHN-Regionalvorsitzende Manfred Terhardt (Jever). „Einen entscheidenden Anteil an der positiven Entwicklung, insbesondere bei der Strecke Sande - Esens, hat das Land mit seiner Landesnahverkehrsgesellschaft“, so Terhardt weiter. Sie habe sich 1995 für eine Sanierung der Streck, für ein erweitertes Fahrplanangebot und für neue Triebfahrzeuge mit einem neuen Betreiber, der Nordwestbahn, entschieden. Damit seien die maßgeblichen Schritte zu einem attraktiven Zugangebot gemacht worden, das die Fahrgäste mit gesteigerter Inanspruchnahme honorieren.

Ein detaillierter Vergleich mit den damaligen Vorstellungen des Fahrgastverbandes und dem heutigen Zustand lesen Sie demnächst hier an dieser Stelle.

 

Umsteigen wieder bequemer

Bahnfahrer zwischen Wilhelmshaven und Bremen haben es beim Umsteigen in Oldenburg wieder bequemer. Der Fahrgastverband PRO BAHN konnte bei der Deutschen Bahn erreichen, dass die beim Fahrplanwechsel im Dezember letzten Jahres erfolgten Gleisverlegungen wieder rückgängig gemacht wurden. Wegen der Gleisverlegungen konnte nur noch selten zwischen den Zügen aus/in Richtung Wilhelmshaven in/aus Richtung Bremen am selben Bahnsteig im Oldenburger Hauptbahnhof umgestiegen werden. Insbesondere für mobilitätsbehinderte Fahrgäste und solche mit Kinderwagen oder Fahrrädern eine Tortour. Seit dem 15. Juni können Reisende nun wieder fast immer bequem am selben Bahnsteig umsteigen.

Der Regionalvorsitzende von PRO BAHN, Manfred Terhardt (Jever), ist sehr zufrieden über diesen Erfolg seines Fahrgastverbandes. „Wir freuen uns, dass die Deutsche Bahn hier auf unsere Anregung schnellstmöglich reagiert und eine aus Sicht der Fahrgäste unglückliche Entwicklung korrigiert hat.

 

Erschwernisse für Fahrgäste

Verschlechtert hat sich seit dem Fahrplanwechsel im Dezember 2002 für Fahrgäste aus dem Raum Wilhelmshaven/Friesland/Wittmund das Umsteigen im Oldenburger Hauptbahnhof in Richtung Bremen. Während bis dato fast immer am selben Bahnsteig umgestiegen werden konnte, ist dies nunmehr nur noch selten möglich. Bei 20 Verbindungen mit Umsteigezwang geht dies nur noch bei neun am selben Bahnsteig. Noch schlechter sieht es in der Gegenrichtung aus. Dort sind es bei 20 Verbindungen nur noch zwei.

Der Fahrgastverband PRO BAHN bedauert diese Verschlechterung des Reisekomforts. „In der Regel ist zwar zwischen den Zügen ausreichend Zeit zum Umsteigen. Mit Gepäck, Kinderwagen, Fahrrädern oder Rollstühlen ist es allerdings insbesondere wegen fehlender Aufzüge eine Tortour“, so der Regionalvorsitzende des Verbandes, Manfred Terhardt aus Jever. Daran ändere auch nichts die zwei bzw. drei neuen umsteigefreien Verbindungen der Nordwestbahn zwischen Wilhelmshaven und Bremen.

Über die Hintergründe der neuen Gleisbelegung der Züge im Oldenburger Hauptbahnhof hatte der Fahrgastverband bei der Deutschen Bahn angefragt. Diese gab allerdings keine Antwort.

 

PRO BAHN im Gespräch mit VEJ

Einen intensiven Meinungsaustausch über die Zukunft des Schienenverkehrs im Ems-Jade-Raum hat es zwischen Vertretern der Verkehrsregion Nahverkehr Ems-Jade (VEJ) und des Fahrgastverbandes PRO BAHN gegeben. Anlass hierzu war die im letzten Jahr von der VEJ vorgestellte Untersuchung zur Zukunftsentwicklung des Schienennetzes im VEJ-Gebiet. Die Vertreter des Fahrgastverbandes, darunter der stellvertretende Bundesvorsitzende und Chefredakteur der PRO BAHN-Zeitung derFahrgast, Rainer Engel (Detmold), brachten hierzu Anregungen aber auch teilweise Alternativen ein. Die VEJ zeigte sich daran sehr interessiert.

Es bestand Einigkeit darüber, dass die Region unbedingt eigene Vorstellungen zur Zukunft des Schienenverkehrs entwickeln muss, wenn sie nicht buchstäblich abgehängt werden will. Zentrales Problem dabei ist die Zukunft des Fernverkehrs auf der Schiene. Hier besteht seitens der DB Reise & Touristik AG derzeit keine Planungssicherheit. Der eigenwirtschaftlich arbeitende Teil des DB-Konzerns befindet sich zur Zeit in einer Umstellungsphase (Beispiele: Wegfall von Interregio- bzw. Intercityzügen, neues Preissystem etc.) die keine längerfristigen Planungen zulässt. Das wirft für die Planungen im Nahverkehr auf der Schiene, für die das Land zuständig ist, noch zusätzliche Probleme auf.

Gegenstand des Gesprächs war auch das Expresszug-Netz (RE X-Netz) der Bundesarbeitsgemeinschaft der Aufgabenträger im Schienenpersonennahverkehr.  Die Planungen der VEJ wie auch die Vorschläge von PRO BAHN sind mit dem RE X-Netz kompatibel und sie ermöglichen es, die Interessen der Region auch in diesen Prozess mit einzubringen.

 

Ausflug zum Hunderwasserbahnhof

Viele wissen nicht, wo Uelzen liegt. Aber viele wissen, dass es dort einen weltweit einmaligen Hundertwasser-Bahnhof gibt. Das wussten zumindest 37 Interessierte von Wittmund bis Varel und fuhren kürzlich mit dem Fahrgastverband PRO BAHN – Regionalverband Ems-Jade - selbstredend mit der Bahn - nach Uelzen, um sich von der phantasievollen Architektur des Bahnhofs zu überzeugen. Die Ausflugsteilnehmer wurden vor Ort mittels einer engagierten Führung durch den Bahnhof in das Wirken von Hundertwasser, sowie in die Geschichte des Bahnhofs und seines Umbaus eingeführt, um anschließend die Details und die Gesamtanlage auf sich wirken zu lassen.

Friedensreich Hundertwasser, der bekannte Maler, Ökologe und Architekt, hat den Entwurf für die Umgestaltung des Bahnhofs selbst geschaffen. Merkmale seiner Architekturentwürfe sind bunte Säulen, goldene Kugeln, weiche gerundete Linien, gestückelte und gebröckelte Keramik, Fensterrundungen, Licht durchflutete Kuppeln, begrünte Vordächer, runde Mauern und Fassaden und schwungvolle Fußböden. All dies ist auf dem Bahnhof Uelzen umgesetzt worden. 

Der Umbau war Projekt der Weltausstellung EXPO 2000, wurde aber aus Geldmangel nicht rechtzeitig fertig. Erst Anfang 2001 wurde aus dem ehemals schmuddeligen Provinzbahnhof der „schönste Bahnhof Deutschlands“, so der damalige Wissenschaftsminister. Der Künstler selbst hat die Fertigstellung nicht mehr erlebt, er starb bereits im Jahre 2000.

Auf Grund der Begeisterung und der Zufriedenheit über den gelungenen Ausflug hat sich der Fahrgastverband entschieden, künftig weitere Ausflüge anzubieten, die das Thema Bahn mit den Themen Kultur, Technik oder Umwelt verbinden. „Wir wollen den Menschen unserer Region zeigen, dass man auch mit öffentlichen Verkehrsmitteln außerordentlich interessante Ziele erreichen kann“, so der stellvertretende Regionalvorsitzende Dr. Joachim Krug.

 

PRO BAHN-Regionalverband Nordwest-Niedersachsen ändert seinen Namen

Seinen Namen geändert hat der örtliche Regionalverband des Fahrgastverbandes PRO BAHN auf seiner heutigen Jahreshauptversammlung. Während er bislang unter der Bezeichnung Nordwest-Niedersachsen firmierte, nennt er sich nun Regionalverband Ems-Jade. Der Verband zog damit die Konsequenz aus der Gründung der Verkehrsregion Nahverkehr Ems-Jade (VEJ) im August 1997. Die Gesellschafter der VEJ, die ost-friesischen Landkreise und kreisfreien Städte sowie des Emslandes, wollten damit einen Rahmen für das Zusammenwirken bei der Organisation, Planung und Durchführung des öffentlichen Personennahverkehrs (ÖPNV) schaffen.

"Damit gibt es in der Region eine Ebene im ÖPNV, die der Verbandsstruktur des Fahrgastverbandes PRO BAHN mit seinen Regionalverbänden entspricht", so der auf der Jahreshauptversammlung wiedergewählte Vorsitzende Manfred Terhardt (Jever). "Als wir 1989 aktiv wurden, gab es entsprechendes nicht. Die Länder und Landkreise hatten noch keine zugewiesenen Aufgaben im ÖPNV und deshalb gab es damals keine definierten Nahverkehrsräume", so Terhardt weiter. Nach Auffassung des Fahrgastverbandes werde im öffentlichen Personenverkehr der Begriff Ems-Jade für die Fahrgäste immer mehr an Bedeutung finden.

Im weiteren Verlauf der Jahreshauptversammlung wies Terhardt in seinem Rechenschaftsbericht für die vergangenen zwei Jahre auf die beiden herausragenden Ereignisse hin: die Betriebsaufnahme durch die Nordwestbahn und die Sanierung der Bahnstrecke Sande - Esens. Hier habe sein Verband in den Jahren zuvor viel dafür getan, dass den Fahrgästen heute ein moderner, attraktiver Nahverkehr auf der Schiene geboten wird. Es gelte aber nun nicht nachzulassen weitere Verbesserungen bei den entscheidenden Stellen anzuregen. Als Beispiel nannte er die Einrichtung und Reaktivierung weiterer Haltepunkte zwischen Oldenburg und Wilhelmshaven sowie zwischen Wilhelmshaven und Esens.

 

PRO BAHN zieht positive Bilanz über ein Jahr  Nordwestbahn

Eine positive Bilanz nach einem Jahr Nordwestbahn zwischen Wilhelmshaven und Esens sowie zwischen Wilhelmshaven und Oldenburg zieht der Fahrgastverband PRO BAHN. Nach Ansicht des Verbandes zeigen die Fahrgastzuwächse auf den Strecken, dass ein attraktives Angebot auf der Schiene lange überfällig war. Der Qualitätssprung mit neuen Triebwagen, verbessertem Fahrplanangebot und Service hat dazu geführt, dass das Verkehrsmittel Eisenbahn in der Bevölkerung wieder mehr an Bedeutung gefunden hat. Daran hat die Nordwestbahn als regionales Eisenbahnunternehmen in ihrem ersten Betriebsjahr einen wesentlichen Anteil, so der Regionalvorsitzende des Verbandes, Manfred Terhardt aus Jever.

Trotz der Verbesserungen haben die Fahrgäste noch Wünsche offen, die sich jedoch nicht ausschließlich an die Nordwestbahn richten. Für mehr Zugbegleiter in den Zügen und eine verbesserte Klimaanlage in den Triebwagen sollte die Nordwestbahn selbst sorgen. An das Land als Träger des Schienenpersonennahverkehrs ergeht noch mal eindringlich der Appell für weitere. Darüber hinaus wird das Umsteigen in Sande und Oldenburg für Fahrten Richtung Bremen/Hannover von den Fahrgästen immer noch als lästig angesehen. Auch hier sieht der Fahrgastverband noch Hemmnisse für weiteren Fahrgastzuwachs.

 

PRO BAHN bereist mit ROVER Nordwestbahn-Netz

Auf Einladung des PRO BAHN-Regionalverbandes Nordwest-Niedersachsen bereisten Vertreter des niederländischen Fahrgastverbandes ROVER (Vereiniging Reizigers Operbaar Vervoer) am letzten Wochenende weite Teile des Nordwestbahn-Netzes.

PRO BAHN-Mitglieder nahmen eine Abordnung des niederländischen Schwesterverbandes in Leer in Empfang um gemeinsam die Strecken Delmenhorst – Osnabrück und Osnabrück – Wilhelmshaven zu bereisen. Für einen Besuch auf der Küstenbahn Sande - Esens reichte allerdings die angesetzte Zeit nicht. Die Vertreter von ROVER wollten sich ein Bild vom Betrieb der Nordwestbahn machen.

Am Ende waren dann die Gäste aus dem westlichen Nachbarland sehr positiv überrascht von der Qualität des Betriebes. "Der Nordwestbahn ist es gelungen, die von der DB AG aufgegeben Strecken wieder in das Bewusstsein der Fahrgäste zurückzubringen", sagte der stellvertretende Vorsitzende des Regionalverbandes Groningen, Hans Froon. ROVER kann sich durchaus einen Betrieb auf der Strecke Leer – Groningen durch die NWB vorstellen. "Es wäre sehr schön, wenn die NWB dabei einen ähnlichen Fahrgastzuwachs auf dieser Strecke erreichen könnte", meinte Froon weiter.

 

Offener Brief an die Bürgermeisterin von Jever

Sehr geehrte Frau Bürgermeisterin,

in Ihrer Ansprache anläßlich des Neujahrsempfanges der Stadt am 6. Januar haben Sie von vielen Ereignissen berichtet, die die Jeveranerinnen und Jeveraner im Jahre 2000 bewegten und beschäftigten. Wir haben bei Ihrer Aufzählung leider zwei Ereignisse vermisst, die für eine nicht unerhebliche Gruppe von Menschen in Jever durchaus von Bedeutung sind. Im März wurde nach vielen Monaten die Bahnstrecke, an der Jever liegt, nach grundlegender Sanierung wieder in Betrieb genommen. Und schließlich begann im November auch in Jever ein neues Zeitalter im öffentlichen Personenverkehr. Eine neue Bahngesellschaft mit neuen Triebzügen und einem verbesserten Fahrplan nahm seinen Betrieb auf. Ein Bahnhofsfest, zu dem viele tausend Jeveranerinnen und Jeveraner kamen, zeigte, dass sehr wohl ein großes Interesse an dem Ereignis vorhanden war.

Es mag sein, dass ein großer Teil der Jeveraner Bürger diesen Ereignissen keine große Bedeutung beimisst. Aber gemessen an den übrigen Ereignissen sind sie sehr wohl von Bedeutung; denn es geht um ein Stück Lebensqualität für Jever und um die Anbindung der Stadt an die übrige Welt.

Dass die Erwähnung in Ihrem Vortrag nicht vorkam, ist bestimmt keine böse Absicht gewesen. Es zeigt aber, dass Ereignisse im Bereich des öffentlichen Personennahverkehrs leider nicht im Bewußtsein breiter Bevölkerungsschichten sind.

Sie haben in Ihrer Ansprache insbesondere das ehrenamtliche Engagement der Bürger angesprochen, ohne das unsere Gesellschaft ein ganzes Stück ärmer wäre.

Die beiden oben erwähnten Ereignissen sind das Ergebnis eines über zehn Jahre langen zähen und intensiven Wirkens durch unseren ehrenamtlich arbeitenden Verband. Dieses ist nicht unbekannt. Darum haben wir es besonders bedauert, dass die Ereignisse keine Erwähnung gefunden haben.

Der Sache selbst wäre eine positive Erwähnung sehr dienlich gewesen. Gerade jetzt, wo nach Jahrzehnten der Stilllegungsdiskussionen und sonstigen Negativschlagzeilen endlich eine positive und in die Zukunft weisende Wende eingetreten ist.

Vielleicht ist das Thema auch nur deswegen von Ihnen nicht erwähnt worden, weil Sie bisher noch keine Erfahrungen mit der neuen Bahn gemacht haben. Wir laden Sie deshalb ein mitzufahren, dann können Sie dieses positive Ereignis aus dem Jahre 2000 auch heute noch erleben.

Mit freundlichen Grüßen

Ihr Fahrgastverband PRO BAHN

Regionalverband Nordwest-Niedersachsen e.V.

 

PRO BAHN warnt vor Abzug der LINT-Triebzüge

Der Fahrgastverband PRO BAHN hat davor gewarnt, den seit November dieses Jahres erreichten Standard im Nahverkehr auf der Schiene zwischen Esens und Wilhelmshaven zurückzuschrauben. Dies sei zu befürchten, weil die NordWestBahn plane auf dieser Strecke gebrauchte Triebwagen einzusetzen, um mit diesen die vorhandenen Züge auf den Strecken Wilhelmshaven - Oldenburg - Osnabrück sowie Osnabrück - Bremen zu verstärken. Die bei den Bürgern und Fahrgästen durchweg positiv beurteilten Triebzüge des Typ LINT 41 hatten für ein postives Image gesorgt, das bereits zu einem Anstieg der Fahrgastzahlen geführt habe, so der Regionalvorsitzende Manfred Terhardt (Jever) in einer Pressemitteilung. Es sei deshalb ein Rückschritt, wenn nunmehr Triebzüge verkehren sollten, die in ihrer Qualitat nicht denen des LINT entsprächen. Da es auf dem Markt keine verfügbaren Neufahrzeuge gibt, sei diese Befürchtung auch realistisch. ,,Einerseits freuen wir uns, dass wir mit unserer Prognose recht haben, dass bei gutem Angebot die Fahrgastzahlen zunehmen. Anderseits darf dies aber nicht zu Lasten der Strecke Esens - Wilhelmshaven gehen".

 

Feiertag für PRO BAHN

Für uns war es ein großer Feiertag", kommentiert Manfred Terhardt, Regionalvorsitzender des Fahrgastverbandes PRO BAHN, die Betriebsaufnahme durch die NordWestBahn. "Vor zehn Jahren wurden wir milde belächelt, als wir anfingen uns für eine moderne Bahn zwischen Wilhelmshaven und Oldenburg sowie zwischen Wilhelmshaven und Esens zu engagieren". Seine Mitstreiter und er hätten immer daran geglaubt, dass bei attraktiven Zügen und Fahrplänen eine höhere Akzeptanz bei Fahrgästen und Bürgern zu erreichen ist. Der enorme Zuspruch von 30.000 Fahrgästen am Eröffnungssonntag belege dies eindrucksvoll.

Das Verkehrsmittel Eisenbahn habe mit den neuen Zügen sein nostalgisches Image abgelegt. Nun komme es darauf an, diese positive Einstellung in dauerhafte und konstante Fahrgastzahlen umzumünzen, damit insbesondere die Verbindung Wilhelmshaven-Esens gesichert bleibt. Dazu sei es allerdings notwendig, durch weitere Haltepunkte wie beispielsweise in Ostiem, Moorwarfen, Asel, Blersum und Stedesdorf zusätzliches Fahrgastpotential zu erschließen.

"Nach dem guten Start am Sonntag mache ich mir hinsichtlich des Bahnangebotes keine großen Sorgen mehr", meint Terhardt optimistisch in die Zukunft blickend.

 

Mobilitätszentrale muss bleiben

Durch die Einrichtung einer Mobilitätszentrale bei der Verkehrsgemeinschaft Friesland/Wittmund wurde eine Zunahme der Akzeptanz für den Öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) erreicht. Zu diesem Fazit kommt der Fahrgastverband PRO BAHN - Regionalverband Nordwest-Niedersachsen. Er hatte sich jüngst in seiner monatlichen Zusammenkunft über die Mobilitätszentrale im Bahnhof Jever informiert.

Regionalvorsitzender Manfred Terhardt und seine Mitstreiter wurden vom Geschäftsführer der Verkehrsgemeinschaft Friesland/Wittmund, Manfred Folkers, über die Tätigkeitsfelder der Mobilitätszentrale und deren Finanzierung in Kenntnis gesetzt.

Täglich bis zu 100 Anrufe zeigen nach Ansicht des Fahrgastverbandes, dass ein großer lnformationsbedarf besteht. Auch die zahlreichen Urlauber nehmen den neuen Service zunehmend in Anspruch und lassen sich gerne über Ausflugsmöglichkeiten mit Bahn und Bus beraten. In der Mobilitätszentrale ist eine ,,ABM-Kraft" als Fahrgastberaterin beschäftigt, die zu allen Fragen zu Bus, Bahn und Schiffsverkehr Auskunft gibt. Nach Ankündigung Folkers sollen die bisherigen Auskünfte zu einer umfassenden Mobilitätsberatung, die auch das Fahrrad und das private Auto einschließt, weiter entwickelt werden.

Das (finanzielle) Engagement der beteiligten Landkreise Friesland und Wittmund wird von PRO BAHN im Zusammenhang mit der Mobilitätszentrale ausdrücklich gelobt. Die Landkreise seien sich zwischenzeitlich ihrer Verantwortung gegenüber ihren Bürgern und damit den potenziellen Fahrgästen bewusst. Sie sollten daher langfristig diese lobenswerte Einrichtung sichern. PRO BAHN appelliert in diesem Zusammenhang auch an Wilhelmshaven, sich der bestehenden Verkehrsgemeinschaft anzuschließen, um somit für Bewohner und Gäste der Region ein abgestimmtes Angebot öffentlicher Verkehrsmittel anzubieten.

 

Prellbock DB

Der niedersächsische Zug sollte Richtung Küste fahren, doch der Prellbock DB hat die Weiterfahrt verhindert. So charakterisiert der Fahrgastverband PRO BAHN in einer Pressemitteilung das Gespräch zwischen Ministerpräsident Gabriel und Bahnchef Mehdorn am vergangenen Freitag.

Der Verband fragt sich hinsichtlich der betriebswirtschaftlichen Argumente der Bahn, was sie denn in den letzten Jahren unternommen habe, um mehr Fahrgäste in ihre Interregio-Züge zu locken. Kein Kaufmann käme auf Idee ein Produkt aus seinem Laden zu nehmen, wenn er nicht vorher versucht hat durch entsprechende Angebote die Kunden zum Kauf zu animieren. Aber auch die Politiker aller Ebenen müssen sich vorwerfen lassen, dass sie bisher dem Verkehrsmittel Eisenbahn gleichgültig bis ablehnend gegenüber gestanden haben. Wenn sie auch heute die Notwendigkeit einer qualitativ und quantitativ guten Schienenanbindung für die Region erkannt haben, so ist ihr Bemühen gegenüber der Bahn jetzt nicht mehr besonders wirkungsvoll, wie das Gespräch vom Freitag gezeigt hat.

Selbst wenn nach Rückzug der Interregiozüge als Ersatz durch das Land Niedersachsen entsprechende Nahverkehrszüge bestellt würden, bleibt die Frage nach der Qualität. Nahverkehrszüge haben in der Regel nicht den gleichen Komfort wie Fernverkehrszüge. Ganz abgesehen davon können sie keine umsteigefreien Verbindungen bieten, die von der Mehrheit der Fahrgäste gewünscht werden.

PRO BAHN fordert daher von der Politik, dass sie den rechtlichen Rahmen dafür setzt, dass die Länder als Aufgabenträger für den Nahverkehr auf der Schiene Züge des Fernverkehrs mitfinanzieren dürfen und können. Dazu muss der Bund selbstverständlich einen finanziellen Ausgleich für den Rückzug der DB leisten. Schließlich ist die DB nicht irgendein Unternehmen, sondern steht im Eigentum des Staates.

 

Rückzug der Bahn ist Fehler der Bahnreform

Der geplante Rückzug des Fernverkehrs der Bahn hält der Fahrgastverband PRO BAHN für eine Folge der in Teilen missglückten Bahnreform. Zu den erneuten Plänen der Deutschen Bahn AG (DB) im Nordwesten wie auch im gesamten Bundesgebiet, lnterregio-Züge zu streichen, hat der Regionalverband Nordwest-Niedersachsen des Fahrgastverbandes Stellung bezogen.

Nach seiner Ansicht liegt die Ursache in der zum 1. Januar 1994 vollzogenen Bahnreform. Seinerzeit sei die DB mit ihrem Fernverkehr in die Privatwirtschaftlichkeit entlassen worden. Im Rahmen ihrer betriebswirtschaftlichen Überlegungen müsse sie deshalb ein Fernverkehrsangebot anbieten, das sich an der Wirtschaftlichkeit und nicht an politischen Vorgaben orientiert.

Anders dagegen der Nahverkehr auf der Schiene. Dieser sei mit der Bahnreform in die politische Verantwortung der Länder bzw. Regionen übergegangen, die ein ausreichendes Verkehrsangebot im Nahverkehr sicherstellen sollen. Die DB und andere Eisenbahnunternehmen fahren dann in deren Auftrag. Allerdings habe der Bund die Höhe der mit dieser Aufgabe verbundenen Finanzmittel an dem Fahrplanangebot des Fahrplanjahres 1993/94 orientiert. Was damals Nahverkehr war, wird durch die Regionalisierungsmittel des Bundes finanziert. Was damals Fernverkehr (z. B. Interregio) war, muss die DB eigenwirtschaftlich betreiben. Wenn nunmehr durch den Rückzug der DB im Fernverkehr Lücken im Fahrplan entstehen, fehle den Ländern und Regionen das Geld, um diese Lücken mit Nahverkehrszügen zu schließen. Und hier liegt nach Ansicht von PRO BAHN das Problem. Die Finanzausstattung der Bahnreform ist offensichtlich unter der Voraussetzung erfolgt, dass die DB ihr Fernverkehrsangebot nicht verändert, zumindest nicht kürzt. Dass die DB betriebswirtschaftlich denkt und handelt, war sicher erwünscht, aber dass dies unmittelbare Folgen hat für den politisch verantworteten Nahverkehr hat, hat der Gesetzgeber wohl nicht gesehen.

Für PRO BAHN ergibt sich aus diesem Dilemma als zwingende Schlussfolgerung, dass die Bahnreform in diesem Punkt dringend korrigiert werden muss, so der Regionalvorsitzender des Fahrgastverbandes, Manfred Terhardt aus Jever. Für ihn steht auch das Verfassungsgebot von annähernd gleichen Lebensbedingungen auf dem Prüfstand. Die Politik habe daher die Pflicht alles zu tun um die Voraussetzungen hierfür zu schaffen, wozu auch ein quantitativ und qualitativ guter Bahnanschluss gehört.

 

Vom "Beförderungsfall" zum Kunden

"Früher hat ein Fahrgast eher den Betriebslauf gestört", beschrieb Bernhard Ehmann, Prokurist und Abteilungsleiter Verkehr der Weser-Ems Busverkehr GmbH aus Bremen, die Ausgangslage für den öffentlichen Personenverkehr von heute. Er zeigte im Rahmen der Jahreshauptversammlung des Fahrgastverbandes PRO BAHN die Entwicklung von einem "Beförderungsfall" zum Kunden eines modernen Verkehrsunternehmens auf. Die veränderten gesellschaftlichen Rahmenbedingungen machten eine Orientierung auf die Wünsche und Bedürfnisse der Fahrgäste, sprich Kunden, notwendig, damit Verkehrsunternehmen unter heutigen Wettbewerbsbedingungen erfolgreich sein können. Wettbewerb bedeutet, dass die Besteller von Verkehrsleistungen (z. B. Landkreise) das beste und preiswerteste Angebot aussuchen können. Er empfahl deshalb den Verantwortlichen stärker den Kunden in den Mittelpunkt ihres Interesses zustellen, weil er schließlich mit seinem Fahrgeld zum finanziellen Erfolg des Unternehmens beiträgt. Allein das Schielen auf Subventionen und andere öffentliche Zuschüsse lenke den Blick von dem eigentlichen Unternehmensauftrag ab.

Im formellen Teil der Jahreshauptversammlung des Fahrgastverbandes wurden die bisherigen Vorstandsmitgliedern mit Manfred Terhardt (Jever) als Vorsitzender, Dr. Joachim Krug (Hohenkirchen) sowie Jens-Uwe Carstens (Varel) als Stellvertreter und Manfred Folkers (Waddewarden) als Schatzmeister in ihren Ämtern bestätigt. Terhardt ging in seinem Rechenschaftsbericht auf das 10jährige Wirken des Verbandes in der hiesigen Region ein und ließ die Ereignisse um die Bahnstrecke Esens-Sande Revue passieren. In seinem Ausblick stelle er heraus, wie wichtig für die Strecke weitere Haltepunkte sind. Außerdem müsse die Strecke in Schwachlastzeiten mit einem sogenannten Bahn-Taxi ergänzt werden. Als weitere Forderungen nannte er einen Verkehrsverbund Friesland/Wittmund unter Einschluß der Eisenbahnstrecken sowie der Stadt Wilhelmshaven.

 

PRO BAHN feiert Jubiläum

Der PRO BAHN-Regionalverband Nordwest-Niedersachsen feierte gestern sein zehnjähriges Bestehen. Dessen Arbeit bilanzierte Vorsitzender Manfred Terhardt (Jever). Vor zehn Jahren, am 6. Dezember 19999, hatten sich acht PRO BAHN-Mitglieder zusammengefunden, um sich nach dem Niedergang der Bahnstrecke Jever-Harle dafür einzusetzen, das Ähnliches mit der Strecke Sande-Esens nicht auch passiert und um sich der vielen kleinen Probleme, denen sich Fahrgäste tagtäglich ausgesetzt sehen, anzunehmen.
Wir haben Erfolg gehabt, stellte Terhardt vor zahlreichen Vertretern von Gebietskörperschaften, Verkehrsunternehmen und vor PRO BAHN-Mitgliedern fest. Dass die Strecke Sande-Esens jetzt erst später wieder in Betrieb gehe, sei zwar ärgerlich. ,,Aber lieber spät als gar nicht". Terhardt erinnerte an viele kleine Anregungen und Initiativen, die dazu beigetragen hätten, den öffentlichen Personenverkehr in der Region attraktiver zu machen. Man habe sich dabei immer als ,,Eisenbahngewissen" der Region verstanden, sagte er.
Auch in Zukunft werde die Bahnstrecke Esens-Sande die Arbeit des Verbandes bestimmen. Nach den Vorstellungen von PRO BAHN sollten zwischen Wilhelmshaven und Esens zusätzliche Haltepunkte eingerichtet werden. Außerdem müssten, damit die Züge pünktlich fahren können und nicht bei jeder leichten Verspätung eines Zuges der gesamte Taktverkehr durcheinander gerät, zusätzliche Kreuzungsmöglichkeiten zwischen Heidmühle und Esens geschaffen werden. Als drittes konkretes Ziele nannte Terhardt ein Bahntaxi-Konzept, das den Reisenden erlaube, auch die letzten Kilometer vom Bahnhof bis zu ihrem Wohnort mit öffentlichem Verkehrsmittel zurückzulegen.
Glückwünsche zum zehnjährigen Bestehend überbrachte auch der PRO BAHN -Bundesvorsitzende Karl-Peter Naumann und der Referatsleiter Eisenbahn im niedersächsischen Verkehrsministerium, Dr. Wolf Gorka, der auch den Festvortrag hielt. Er schilderte die Entwicklungen und Perspektiven für die Eisenbahnstrecken im nordwestlichen Niedersachsen.
 
 

Kritik an Nachlösezuschlägen

Scharfe Kritik geübt hat der Regionalvorsitzende des Fahrgastverbandes PRO BAHN Manfred Terhardt (Jever) an den Plänen der Deutschen Bahn AG (DB) ab Januar einen generellen Nachlösezuschlag von 10 Mark in den Zügen zu erheben. In einem Interview mit der in Oldenburg erscheinenden Nordwest Zeitung bezeichnete er die Pläne als ein Stück aus dem Tollhaus. Einerseits würde die Reduzierung der Fahrkartenausgaben von der DB geplant, andererseits der Verkauf von Fahrkarten im Zug erschwert. Davon seien insbesondere Fahrgäste aus der sogenannten Fläche betroffen, die häufig keine Fahrkartenverkaufsstelle im Ort bzw. einen Fahrkartenschalter, der zu bahnüblichen Zeiten geöffnet habe, vorfänden.

 

Züge fahren wieder

Freude und Genugtuung empfindet der Fahrgastverband PRO BAHN anläßlich der Wiederaufnahme des Zugverkehrs zwischen Esens und Wilhelmshaven. Nach jah-relangem Hin und Her sei der erste Schritt zur kompletten Modernisierung der Bahn-linie getan. "Als wir vor zehn Jahren mit unserem Engagement begannen, hat das kaum jemand gedacht", meint rückblickend der Regionalvorsitzende des Verbandes, Manfred Terhardt aus Jever, "aber wir haben immer an die Zukunft des Verkehrs-mittels Eisenbahn auch in unserer Region geglaubt, auch wenn viele die Strecke bereits totgeredet und das Märchen von unbesetzten Zügen verbreitet hatten". 

Der erste Schritt der Modernisierung biete bereits jetzt den Fahrgästen erhebliche Zeitvorteile, z.B. zwischen Esens und Wilhelmshaven von 16 Minuten bzw. fast ei-nem Viertel der bisherigen Fahrzeit. Weitere Vorteile erwartet der Fahrgastverband nach Übernahme des Verkehrs durch die NordWestBahn im Herbst nächsten Jah-res, wenn auch die modernen Triebwagen zur Verfügung stehen. "Die Strecke geht einer guten Zukunft entgegen, wenn daneben den Fahrgästen auch noch der Ser-vice geboten wird, den sie während des Schienenersatzverkehrs in den Bussen er-leben konnten", meint Terhardt vorausschauend.


 

Lösung: Mehr Fahrgäste im Interregio

Die SPD-Unterbezirksvorstände Wilhelmshaven und Friesland haben eine Resolution gegen die Einstellung des Interregio-Zugverkehrs nach Wilhelmshaven verabschiedet. Sie ist aus der Sicht des Fahrgastverbandes PRO BAHN selbstverständlich zu begrüßen.Ein Oberzentrum und ein Fremdenverkehrsgebiet wie Friesland ohne Anschluss an den Fernverkehr der Deutschen Bahn AG ist nicht hinnehmbar. 

Bei allem Protest muss man aber folgendes wissen. Die Deutsche Bahn AG (DB) ist mit ihrem Fernverkehr seit der Bahnreform ein eigenwirtschaftliches Unternehmen. Das heißt sie handelt nach kaufmännischen, betriebswirtschaftlichen Grundsätzen. Und das bedeutet für jeden Unternehmer, dem seine Produkte oder Dienstleistungen nicht ausreichend nachgefragt werden, er nimmt sie vom Markt. Die Auslastung der lnterregio-Züge zwischen Oldenburg und Wilhelmshaven können den Schluss zulassen, dass sich diese Züge betriebswirtschaftlich nicht rechnen.

Damit Wilhelmshaven/Friesland auf Dauer nicht vom Fernverkehr der DB abgehängt wird, gibt es nach unserer Auffassung nur eine überzeugende Lösung: Mehr Fahrgäste in den Interregios. Nur das veranlaßt die DB von ihren Planspielen Abstand zu nehmen. 

Im Übrigen empfehlen wir allen, die Resolutionen verabschieden oder auf andere Weise gegen Absichten der DB protestieren, die Züge zu nutzen und andere dazu zu ermuntern sowie im eigenen Verantwortungsbereich alles zu tun, was den Schienenverkehr fördert. PRO BAHN hat dazu Vorschläge parat


 
 

Naturkundliche Wanderung auf alter Bahntrasse

Im Rahmen der Umweltwochen des Landkreises Friesland bietet der Fahrgastverband PRO BAHN eine eisenbahnhistorische und naturkundliche Radwanderung auf der ehemaligen Bahntrasse Jever-Harle an. Unter fachkundiger Führung soll während der Radtour einerseits etwas über den Verlauf und die Geschichte der ehemaligen Tidebahn vermittelt und andererseits auf die Besonderheiten der friesischen Marschenlandschaft hingewiesen werden. Vorgesehen ist auch eine Besichtigung des Wurtendorfes Ziallerns, das unmittelbar an der Bahntrasse liegt.
Interessierte sind herzlich eingeladen, sich am Sonnabend, dem 18. September 1999 um 10.00 Uhr am Bahnhof in Jever einzufinden. 

 

 
Startseite  Aktuell  Archiv  Termine  Über uns  Ems-Jade-Bahn  Links  Mitgliedschaft  Kontakt  Medienkontakt  Impressum
 

© 30.04.2006 / PRO BAHN Ems-Jade e.V.  *